Als wir 1985 mit zwei Pferden und drei Katzen in unser landwirtschaftliches Anwesen zogen, war von vorne herein klar, dass über kurz oder lang ein Hund her musste. Nachdem in der ersten Zeit noch viel zu renovieren hatten, wurde die Anschaffung auf einen späteren Zeitpunkt vertagt, aber natürlich machten wir uns schon Gedanken, welche Hunderasse es sein sollte. Dass es ein Rassehund werden sollte war klar, denn zu jeder Rasse gehören ja bestimmte Wesensmerkmale und auch das äußere Erscheinungsbild ist klar definiert. Für uns sollte es ein relativ großer Hund mit längeren Haaren sein, der freundlich zu Kindern war, aber doch abschreckend auf unliebsame Besucher wirken sollte. Er durfte keinen ausgeprägten Jagdtrieb haben, da wir ihn zum Reiten mitnehmen wollten und unser Grundstück nur ‚Pferde gerecht' eingezäunt war, d. h. lediglich ein offener Holzzaun begrenzte Haus, Stall, Hof und die angrenzenden Koppeln. Nachdem wir verschiedene Hundelexika gewälzt und mehrere Meinungen eingeholt hatten, kamen wir auf den Briard, einer damals noch ganz seltenen Hunderasse, die wir zu diesem Zeitpunkt nicht kannten.
Zufällig gab es zwei Züchter der damals noch recht seltenen Hunderasse in unserem näheren Umkreis. Also nahmen wir Kontakt zu Hedi und Siegfried Matzke auf, die unter dem Namen "du Mont d'Or" fauve und schwarze Briards züchteten. Es kam uns ein quirliges Rudel von sechs Hunden entgegen und hätte uns damals einer gesagt, dass wir irgendwann auch einmal ein solches Rudel haben würden, dann hätten wir ihn für verrückt erklärt!
Im Sommer 1986 war es dann soweit und ein kleiner fauver Rüde namens "Eole du Mont d'Or" zog als neues Familienmitglied bei uns ein. Er entwickelte sich prächtig und erfüllte, nein übertraf alle unsere Erwartungen. Die Folge war, dass wir von dieser Rasse so begeistert waren, dass ein Jahr später "Hautesse du Mont d'Or" als Gefährtin zu unserem Rüden kam. Züchten wollten wir eigentlich nie, deshalb wollten wir ja auch einen Rüden, aber auf Drängen der Familie Matzke ließen wir uns doch darauf ein. Eole kam wegen seiner HD-mittel Hüfte leider nicht als Deckrüde zum Einsatz, aber Hautesse wurde die Stammmutter unserer Briardzucht mit Namen "du Domaine de Chevaux Blancs".

Noch heute stehen wir hinter und zu dieser Hunderasse und sind vom Briard begeistert. Seine imposante Erscheinung, seine fließende Bewegung, sein menschenbezogenes, sensibles und doch eigensinniges Wesen zeichnen diesen Hund aus und machen ihn liebenswert. Schon seit Jahren haben auch wir nun ein Hunderudel. Seine Zahl liegt stets zwischen vier und sechs, da wir sowohl alte als auch junge Hunde bei uns haben. Wer hätte das einmal gedacht....

Seit 2003 ergänzt eine kleinere Variante unser Briardrudel. "Abril de Fogars de Montclus" ist die Gründerin unserer Gos d'Atura Catalan - Zucht. Diese in Deutschland zur Zeit noch sehr seltene Rasse der Katalanischen Hütehunde ist den Briards recht ähnlich und doch ganz anders ( www.gossos.de )

Neben den Briards, Gossos und den Katzen gibt es natürlich unsere Vollblutaraber. Unsere kleine Araberzucht war auch für die Namensgebung der Hundezucht (=Zwingername) ausschlaggebend. So steckt hinter dem französischen Namen "Domaine de Chevaus Blancs" eigentlich nur der deutsche Begriff "Schimmelhof", da alle unsere Pferde stets Schimmel waren und sind ( www.arabisches-pferd.org )